Naturheilpraxis
Petra Kagemann
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PURE LUST AM LEBEN - Praxis für Gesundheit und Lebensfreude


Praxis für Gesundheit & Lebensfreude



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Akupunktur und Moxibustion   yin_yang

 

Die Akupunktur, eine der ältesten Heilmethoden der Welt, entstand vor ca. 2500 Jahren in China. Diese ganzheitliche Behandlungsmethode ist hier im Westen das wohl bekannteste Therapieverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). In China dagegen, nimmt die Akupunktur neben den anderen Heilkünsten der TCM, einen geringeren Stellenwert ein als bei uns.
Zu den weiteren klassischen Behandlungsmethoden der chinesischen Medizin gehören:

  1. Phytotherapie (Kräuterheilkunde)
  2. Diätetik (Ernährungsberatung, Heildiät, Ernährung nach den 5 Elementen)
  3. Tuina (die medizinische Massage)
  4. QiGong bzw. Taijiquan (eine spezifische Bewegungstherapie)

 

 

Akupunkturnadel
Definition
Im Chinesischen lautet der gebräuchliche Ausdruck für Akupunktur: "Zhen jiu"
Zhen = Nadeln, also die eigentliche Akupunktur
Jiu = Moxakraut (=Beifußkraut) abbrennen, eine spezielle Wärmetherapie
Zhen jiu ist ein Kombinationsbegriff dieser zwei Behandlungsmethoden, die in China so oft kombiniert werden, dass es für die jeweilige Technik im chinesischen Sprachgebrauch keinen allein stehenden Begriff gibt. Die Akupunktur wird jedoch nicht nur mit dieser Wärmetherapie (=Moxibustion) kombiniert, sondern je nach Indikation, evtl. auch mit Arzneimitteln, Bewegungsübungen (QiGong), Massagen, ect.
Im Westlichen kommt der Ausdruck Akupunktur aus dem Lateinischen:
Acus: Nadel
Pungere : Stechen

 

 

Sonderformen
Neben der Klassischen chinesischen Körperakupunktur gibt es noch weitere, spezielle Methoden der Akupunktur:

  • Ohrakupunktur (hier gibt es eine chinesische und eine französische Variante)
  • Schädelakupunktur (nach dem japanischen Arzt Yamamoto)
  • Hand- und Fußakupunktur
  • Gesichts- und Nasenakupunktur
  • Mundakupunktur (nach dem Münchner Arzt Gleditsch)
  • Augenakupunktur

 

 

Wirkung
Es gibt mehr als 360 reguläre Akupunkturpunkte und über 50 Extrapunkte. Diese Akupunkturpunkte liegen meist auf den sog. Meridianen bzw. Leitbahnen, in denen das Qi, also die Energie zirkuliert. Diese Bahnen überziehenden ganzen Körper wie ein Netz und haben Verbindungen zu den einzelnen Organen.
Über den Nadeleinstich in einen Akupunkturpunkt kann man den Energiefluss im Körper gezielt regulieren. Dabei ist es durch verschiedene Stichtechniken möglich, den Energiefluss ganz individuell zu beeinflussen um somit beispielsweise kräftigend, beruhigend, anregend oder harmonisierend auf den Körper einzuwirken.
Ziel ist es, die gestörte Harmonie im menschlichen Körper wiederherzustellen.
Leber

 

 

Indikationen
Oft wird die Akupunktur mit Schmerztherapie, wie z.B. bei der Behandlung von Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen oder Kopfschmerzen und Migräne in Verbindung gebracht.

Die Behandlungsmöglichkeiten der Akupunktur sind jedoch weitaus umfassender. Sie reichen von der Schmerztherapie (alle Arten von Schmerzen), über die Behandlung von Suchterkrankungen (z.B. Raucherentwöhnung/Ohrakupunktur) bis hin zur Therapie von akuten und chronischen inneren Erkrankungen sowie psychischen Ungleichgewichten.

Eine Aufzählung der verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden, die mit Hilfe der Akupunktur behandelt werden können, wäre irreführend, da mit Hilfe der Akupunktur nicht nur eine lokale Störung, ein Symptom behandelt wird, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Es wird versucht, Ursache und Muster, die hinter einer Krankheit liegen aufzulösen.





Grenzen der Akupunkturbehandlung
Es gibt verschiedene Erkrankungen bei denen von einer Akupunkturbehandlung abzuraten ist:
Akupunktur ist beispielsweise nicht geeignet:
  • als kausale Therapie bei schweren Krebserkrankungen
  • bei schweren Infektionskrankheiten
  • bei Gerinnungsstörungen (Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten, wie z.B. Marcumar oder Erkrankungen mit Blutgerinnungsstörungen)
  • schwere Hauterkrankungen (die betroffenen Hautareale dürfen nicht akupunktiert werden)
  • schwere psychischen Störungen (zum Beispiel Schizophrenie, Manie, Wahn)
Lebensbedrohliche Zustände, auch Zustände mit unklarer Ursache gehören selbstverständlich immer zuerst in die Hände eines Arztes!

 

 

Elemente

 

 

Diagnostik
Wie alle Therapieverfahren der chinesischen Medizin, setzt die Akupunkturbehandlung eine differenzierte Diagnose voraus. Für jeden Patienten wird hierzu eine Anamnese erhoben, d.h. es werden Fragen zur Krankheitsgeschichte und den aktuellen Beschwerden gestellt. Zur weiteren Befundaufnahme der chinesischen Diagnostik gehören die Puls- und Zungendiagnose, das Ertasten von Körper- und Schmerzpunkten, die energetische Beurteilung des Energieflusses, sowie eine weitere spezifische Befragung die Aufschluss über die Konstitution und den allgemeinen Gesundheitszustand gibt.
Danach wird für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erstellt. Hierbei wird auch geklärt, ob die Akupunktur als alleiniges Therapieverfahren geeignet ist, oder ob andere Heilmethoden wie die Moxibustion, Massage, Schröpfen oder die Einnahme von Kräutern zur Akupunkturtherapie hinzugezogen werden sollten.

 

 

Akupunkturnadel

Behandlung
Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten.
Es werden, je nach Indikation, ca. 5-15 Akupunkturnadeln, gestochen.
Während Sie sich in angenehmer Atmosphäre ausruhen, entfalten die Nadeln Ihre Wirkung. Nach einigen Minuten entspannt sich der Körper, Arme und Beine fühlen sich schwerer an. Häufig beginnt man ein Fliessen im Körper wahrzunehmen.
Nach der Behandlung ist eine Ruhezeit von 5-15 min sinnvoll.

In der Regel werden 1-2 Akupunkturbehandlungen pro Woche durchgeführt.
Wie lange die gesamte Akupunkturtherapie dauert, hängt von vielen Faktoren ab:

  • akute Schmerzen können oft mit wenigen Behandlungen gelindert/beseitigt werden
  • chronische Beschwerden benötigen meistens 8 - 15 Akupunktursitzungen bis sich ein positiver Effekt zeigt
  • bei Beschwerden die seit Jahren bestehen sind oft mehr als 15 Behandlungen nötig

 

 

 

Moxibustion


Bei dieser chinesischen Wärmetherapie werden einzelne Akupunkturpunkte oder auch ganze Körperregionen wie z.B. der Unterbauch oder der untere Rücken durch die Verbrennung von Beifusskraut erwärmt.

Daher stammt wahrscheinlich auch der Begriff Moxibustion:
"Mogusa" aus dem Japanischen: Mogusa ist eine Variante der Beifusspflanze.
"Mechia" aus dem Portugiesischen bedeutet Zündschnur.
Das chinesische Wort für Akupunktur ist "Zhen jiu"(s.o.) und bedeutet "Nadeln und Brennen".
Für die Chinesen gehört die Moxibustion untrennbar zur Akupunktur.

Die Erwärmung der Hautareale fördert die Gewebedurchblutung und regt somit den Blut- und Energiefluss an. Dem Körper wird hierbei Energie in Form von Wärme zugeführt. Die Moxibustion eignet sich daher v.a. zur Behandlung von energetischen Kälte- und Erschöpfungszuständen.

Moxazigarre


Behandlung
Das getrocknete Moxakraut gibt es gepresst in Form von Zigarren, Kegeln oder Hütchen oder als loses Kraut.
  • Moxazigarre
    Die glühende Zigarre aus Beifusskraut wird in geringem Abstand solange über die entsprechenden Punkte gehalten, bis eine Rötung der Haut auftritt, oder bis der Patient ein intensives Wärmegefühl verspürt.
  • Nadel-Moxa, "heiße Nadel"
    Loses Moxakraut wird auf einer Akupunkturnadel verglüht. Die wohltuende Wärme wird hierbei über die Nadel direkt in das Körperinnere geleitet.
  • Moxakegel
    Loses Beifusskraut zu einem Kegel geformt, wird auf einem Akupunkturpunkt abgebrannt. Frische Ingwer- oder Knoblauchscheiben eignen sich als Unterlage um Verbrennungen der Haut zu vermeiden. Die entsprechende spezifische Wirkung dieser Substanzen wird in die Therapie miteinbezogen, z.B. wirkt Ingwer erwärmend und kräftigend, Knoblauch eignet sich sehr gut um Furunkel zu öffnen.
Bei allen Anwendungsformen halte ich selbstverständlich engen Kontakt mit dem Patienten. Bevor die Hitzeentwicklung zu stark wird, wird das Moxakraut rechtzeitig entfernt.




Wirkung der Moxibustion nach Vorstellungen der chinesischen Medizin
  1. eingedrungene Nässe + Kälte werden vertrieben
    Nässe + Kälte sind aus Sicht der chinesischen Medizin Pathogene, also krankmachende Faktoren, die bei geschwächter Abwehrlage in den Körper eindringen können.
  2. Blutfluss wird angeregt
  3. Qi-Fluss wird angeregt
  4. Blockaden werden aufgelöst
  5. das Yang des Körpers wird gestärkt




Wirkung der Moxibustion nach westlicher Vorstellung
  1. die Gewebedurchblutung wird verbessert
  2. über die Head´schen Zonen (Reflexzonen auf dem Rücken) können die Organfunktionen angeregt werden
  3. stärkt die Immunabwehr
  4. wirkt vegetativ ausgleichend und entspannend




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